Zum Inhalt springen
© Shutterstock/berni0004

Tag des Apfelstrudels: Acht Rezepte für den Mehlspeisen-Klassiker

Dessert
Apfel
Apfelstrudel

Bei uns ist der Apfelstrudel fast schon heilig – so viel Tradition steckt dahinter und sogar ein Hauch Geschichte. Pünktlich zum internationalen Tag des Apfelstrudels am 17. Juni präsentiert Falstaff acht Rezepte aus dem Strudel-Universum.

Rosinen ja oder nein? Lieber mit Schlagobers oder doch Vanillesauce? So oder so – der Apfelstrudel ist ein fester Bestandteil der Wiener Küche, genauso wie das Schnitzel oder die Sachertorte. Er ist mehr als nur eine Mehlspeise. Er ist ein Stück österreichische Genusskultur, das Erinnerungen weckt und den Geschmack von Zuhause auf den Teller bringt.  Als Vorläufer des Wiener Apfelstrudels gilt der Milchrahmstrudel. In einem handschriftlichen Kochbuch aus dem Jahr 1669, das heute in der Wiener Stadtbibliothek aufbewahrt wird, findet sich das älteste bekannte Rezept – damals noch unter dem Namen »Mülch Raimb Strudl«. Der Teig wurde allerdings nicht gezogen, wie wir es heute kennen, sondern gewalkt.

Auch sprachlich steckt im Apfelstrudel mehr Geschichte, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Zum Tag des Apfelstrudels am 17. Juni hat der Österreichische Bundesverlag gemeinsam mit Christiane Pabst, vom Österreichischen Wörterbuch, einen genaueren Blick auf den Mehlspeisklassiker geworfen. Schon der Name erzählt viel: »Das Wort ›Strudel‹ lässt sich bis ins Germanische zurückverfolgen und bedeutet so viel wie ‚Wirbel‘, also etwas, das sich dreht«, erklärt Pabst. Erst im 17. Jahrhundert wurde der Begriff auf Teigspeisen übertragen. Von dort wanderte er sogar weiter: Im Tschechischen gibt es bis heute den »Štrudel«, dort wird das Wort allerdings für das verwendet, was man in Österreich als Schnecke kennt.

Ikone der Wiener Küche

Interessant ist auch der Blick noch weiter zurück: Da wird vermutet, dass die Wurzeln des Strudels sogar in der arabischen Welt liegen – und dieser sich über das Osmanische Reich bis nach Mitteleuropa verbreitet haben könnte. Wann genau der Apfel als typische Füllung dazukam, ist leider nicht genau bekannt. Sicher ist aber: Im 18. Jahrhundert entwickelte sich der Strudel zu einem echten Wiener Klassiker – so beliebt, dass er sogar bei Kaiserin Maria Theresia auf der Tafel stand. Und im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde die Strudelvielfalt immer größer: 1888 findet man Rezepte für Strudel mit Brot, Reis, Schokolade, Zitronat, Himbeeren, Honig, Kirschen, Kraut, Krebsen, Mandeln, Trauben, Schinken, Spinat, Topfen, Zwetschken – und viele mehr.

Wir präsentieren acht Rezepte aus dem Apfelstrudel-Universum: von vegan bis traditionell.

Redaktion
Mehr zum Thema
1 / 12